Die Retinitis pigmentosa zählt zu einer Gruppe erblich bedingter, progredienter Netzhautdystrophien, die durch eine Degeneration der Fotorezeptoren (Zapfen und Stäbchen) und einen fortschreitenden Sehverlust gekennzeichnet ist.

      Im Verlauf der Erkrankung gehen immer mehr Fotorezeptoren verloren und die Patienten erleben eine Reduktion des Gesichtsfeldes (d.h. Tunnelblick), die letztendlich zum Erblinden sowie einer funktionalen Behinderung laut dem Gesetz führt. Zu den fortschreitend schlimmer werdenden Symptomen können zählen:

      • Tunnelblick aufgrund eines eingeschränkten Gesichtsfeldes und Verlust des peripheren Sehens
      • Sehschwäche oder Sehunschärfe beim Autofahren, oder Nachtblindheit
      • Augenflimmern und/oder Blitze
      • Sehr langsame Hell-Dunkel-Adaptation (Anpassung an die Lichtverhältnisse)
      • Lichtempfindlichkeit

      Ein Gesichtsfeldausfall als Folge einer Retinitis pigmentosa führt zu zahlreichen Defiziten, einschließlich bei der Lesefähigkeit. Mit Fortschreiten der Krankheit dauert das Lesen länger und wird mit einer zunehmenden Anzahl von Pausen bewältigt. Kompensationshandlungen – wie Handbewegungen, um die zu lesenden Schriftzeichen in die Mitte des Gesichtsfeldes zu schieben, oder Kopfbewegungen, um die Lesedistanz zu erhöhen – werden erforderlich. Ein sich verkleinerndes Gesichtsfeld führt auch zu einer Veränderung des Kontrastempfindens, der Fähigkeit, zwischen Grauschattierungen zu unterscheiden, wodurch der visuell-perzeptive Zustand beeinflusst und das tägliche visuelle Funktionieren, der Lebensstil und die soziale Entwicklung beeinträchtigt werden. Es besteht kein Zweifel, dass ein fortgeschrittener Sehverlust das gesellschaftliche und persönliche Wohlergehen der Patienten negativ beeinflusst.

      Wie wird die Retinitis pigmentosa diagnostiziert?

      Fedorov Clinic Restore Vision multifocal Electroretinography Adults

      Retinitis pigmentosa kann im Zuge einer Routineuntersuchung der Augen diagnostiziert werden, wenn anormale, dunkle Pigmentablagerungen in der Retina vorhanden sind, zusammen mit zunehmenden Beschwerden im Zusammenhang mit Nachtblindheit und Störungen des peripheren Sehfeldes.

      Die folgenden Untersuchungen sind wichtig, um das Ausmaß der Erkrankung zu bestätigen und zu messen:

      • Eine Sehfeldmessung zur Bestätigung der typischen Störungen des peripheren (oder seitlichen) Sehens;
      • Eine optische Kohärenztomographie (OCT), um die Beschädigung der Fotorezeptoren (Stäbchen und Zapfen) auf der Retina zu bestätigen und das Ausmaß deren Verlustes aufzuzeigen;
      • Ein Elektroretinogramm zur Feststellung der Dysfunktion oder des Verlustes der Funktionalität der Fotorezeptoren (d.h. der Stäbchen und Zapfen);
      • Eine genetische Subtypisierung, um das Vorhandensein bestimmter Gendefekte nachzuweisen, die für die Entwicklung der Retinitis pigmentosa verantwortlich sind. Mithilfe der genetischen Testung kann ein Patient über die Wahrscheinlichkeit einer Vererbung der defekten Gene an zukünftige Generationen informiert werden.
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      Visuelle Symptome einer Retinitis Pigmentosa

      Zu den zunehmend stärker werdenden Symptomen können zählen:

      Tunnelblick

      (eingeschränktes Gesichtsfeld und Verlust des peripheren Sehens)

      Nachtblindheit
      (Sehvermögen in der Dunkelheit stark beeinträchtigt oder sogar Verlust)

      Erhöhte Lichtempfindlichkeit

      (Blendung ist ein Häufiges Problem)

      Nebelsehen und/oder verschwommen Sehen
      (Einschränkung der Lesefähigkeit bei fortgeschrittener RP)

      Die Fedorov-Wiederherstellungstherapie

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      Seit 1995 haben wir mehr als 400 Patienten mit Retinitis pigmentosa mittels Fedorov Restoration Therapy behandelt, und obwohl wir nicht behaupten, die Netzhaut wieder gesund machen zu können, rechnen wir schon mit einer messbaren Verbesserung der Sehkraft des Patienten.
      Die Fedorov-Therapie verhindert auch die weitere Verschlechterung des Zustands der Retina. Der visuelle Kortex wird aktiviert, um die Retina zu stimulieren und so die Funktionsfähigkeit der Netzhautneuronen zu unterstützen. In zahlreichen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass die Elektrotherapie die Freisetzung von endogenen Wachstumsfaktoren (z. B. des vom Gehirn stammenden (BD) und des ziliären neurotrophen Faktors), die gegen die Netzhautdegeneration schützen, bewirkt.

      Retinitis Pigmentosa. Wir können helfen.

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      Bei einer Retinitis Pigmentosa hängt das Ausmaß der möglichen Sehkraftverbesserung von vielen Faktoren ab, einschließlich der Schwere der retinalen Dystrophie, der Größe des noch vorhandenen Gesichtsfeldes, dem Alter der Läsion und dem Vorhandensein etwaiger struktureller Komplikationen der Netzhaut. Wir berücksichtigen jeden dieser Faktoren, wenn wir Ihre Krankenakte prüfen, und werden mit Ihnen vor der Behandlung besprechen, welche Bandbreite and Verbesserungen ihres Sehvermögens zu erwarten ist. Unserer Erfahrung nach sprechen sogar Patienten mit sehr geringem Sehvermögen oder krankheitsbedingten Komplikationen positiv auf die Fedorov-Wiederherstellungstherapie an. Wir haben auch gezeigt, dass die meisten Auswirkungen unserer Behandlung auf Dauer stabil sind und in vielen Fällen mehrfache Behandlungsrunden zu einer signifikanten Verbesserung der Sehkraft führen können.

      Nutzen der Behandlung

      Trotzdem, dass der Schweregrad der Netzhautdystrophie den Grad der Verbesserung der Sehkraft einer Person beeinflusst, wissen wir, dass unsere Behandlungen zu folgenden Ergebnissen führen:

      Was unsere Patienten sagen

      Häufig gestellte Fragen

      Wie funktioniert die Fedorov-Wiederherstellungstherapie?

      Die Fedorov-Therapie basiert auf einer relativ neuen Technologie, die in den 1990er-Jahren entwickelt wurde und seit 1991 klinisch angewandt wird. Die wiederholte transorbitale Wechselstrom-Stimulation (rtACS, engl. repeated transorbital alternating current stimulation) erfordert keine Operation oder die Implantation von Elektroden im Auge. Die Fedorov-Therapie zielt nicht darauf ab, die beschädigten Zellen zu ersetzen, sondern konzentriert sich auf die Steigerung der Gebrauchbarkeit der erhaltenen Neuronen der Retina und auf die Verbesserung der Leitfähigkeit des Sehnervs. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine mehrwöchig durchgeführte Stimulation dieser Art das visuelle System auf allen Ebenen und im gesamten Gehirn signifikant aktiviert. Dieser neue, funktionstüchtige Zustand des visuellen Systems wird als „induzierte Plastizität“ bezeichnet. Eine Plastizität dieser Art wird unbedingt benötigt, damit die Sehkraft im Falle einer durch einen Sehnervenschaden herbeigeführten Sehverschlechterung wiederhergestellt werden kann.

      Wie sicher ist die Fedorov-Therapie?

      Die Sicherheit dieser Therapie wurde in klinischen Studien bestätigt, die 2007 bis 2013 in Deutschland sowie an einer großen Gruppe von Patienten in Russland zwischen 1919 und 2004 durchgeführt wurden.

      Nebenwirkungen aus der Fedorov-Wiederherstellungstherapie können sich ergeben, wenn ein Patient Kontraindikationen aufweist. Werden diese Kontraindikationen ausgeschlossen, besteht kein Risiko für negative Auswirkungen auf das Sehvermögen oder irgendwelche andere Funktionen. Es wurden einige unerwünschte Wirkungen wie Müdigkeit, Schwäche, vorübergehende Kopfschmerzen und Schlafstörungen beobachtet, diese erfordern jedoch keine Behandlung.

      Ich habe Netzhautzellschäden fortgeschritten. Besteht die Möglichkeit, dass mein Sehvermögen durch diese Therapie verbessert werden kann?

      Die erwartbaren Ergebnisse der Fedorov-Wiederherstellungstherapie hängen von vielen einzelnen Faktoren ab. Ein fortgeschrittener Schaden des Sehnervs erfordert mehre Therapiedurchgänge in Kombination mit einem Sehtraining, damit es zu einer Besserung kommt. Mehr als die Hälfte unserer Patienten hat eine fortgeschrittene Schädigung, durch unsere vereinten Erfahrungen konnten wir ihnen jedoch helfen. Ein schwerer Sehnervenschaden schränkt die Möglichkeiten für eine signifikante Verbesserung ein, schließt sie aber nicht aus. Wenn Sie sich an uns wenden, werden wir Ihnen die Liste der Krankenblätter übersenden, die wir benötigen, um Ihren Fall prüfen zu können.

      Wann kann ich mit einer positiven Veränderung meines Sehvermögens rechnen?

      Erste positive Veränderungen können im Laufe der ersten 10 Sitzungen der Fedorov-Therapie beobachtet werden. Nach mehrfachen Gesichtsfeldtests lässt sich dann nach zwei Wochen der Grad der Veränderung abschätzen. In den meisten Fällen sollte eine stabile Verbesserung innerhalb von vier bis acht Wochen nach der Behandlung beobachtet werden können. Im Falle einer fortschreitenden Sehverschlechterung (z.B. bei einem Glaukom) ist die Fedorov-Therapie in der Lage, das Fortschreiten der Erkrankung signifikant zu bremsen oder sogar zu stoppen.

      Die resultierende Verbesserung ist üblicherweise stabil. Ein Jahr nach der Behandlung ermittelte Ergebnisse einer Nachfolgeuntersuchung haben eine Verbesserung von 80-85% gezeigt. Eine Instabilität kann dann auftreten, wenn es Faktoren gibt, die das Sehvermögen negativ beeinflussen, wie etwa ein erhöhter Augendruck bei Glaukompatienten.

      Womit muss ich bei meiner Behandlung rechnen?
      1. Vor Beginn der Behandlung führen wir ein umfassendes Gespräch mit Ihnen über Ihre Optionen, und wir führen eine Sehkraftuntersuchung durch. Sobald wir die Untersuchungsergebnisse haben und über den Zustand Ihres Sehvermögens Bescheid wissen, werden wir Ihnen einen Behandlungsplan zukommen lassen. Zu diesem Zeitpunkt werden die möglichen Ergebnisse der Fedorov-Therapie mit Ihnen besprochen.
      2. Die Behandlung erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Wochen und findet montags bis freitags statt. Jede Einheit dauert 60-90 Minuten.
      3. Nach Abschluss Ihrer Therapie werden Sie gründlich untersucht und die Ergebnisse mit Ihnen besprochen.
      4. Wir geben Ihnen einen Befundbericht, der auch die Ergebnisse Ihrer ophthalmologischen Untersuchung enthält. Wir haben auch einen individuellen Betreuungsplan entwickelt, der die möglichen Strategien für die kommenden Monate enthält und auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.
      Wie können Sie feststellen, ob die Fedorov-Therapie mein Sehvermögen verbessern wird?

      Um feststellen zu können, ob die Fedorov-Therapie einen Nutzen für sie haben kann, müssen wir Ihre entsprechende Krankenakte prüfen. Bevor wir das tun, müssen wir jedoch zuerst mögliche Kontraindikationen zu unserer Therapie ausschließen. Dazu muss die Checkliste ausgefüllt werden. Erst nachdem wir die Informationen auf Ihrer Checkliste überprüft und eindeutig festgestellt haben, dass es keine Gegenanzeigen gibt, werden wir eine gründliche Prüfung Ihrer Krankenakte vornehmen.

      Normalerweise erfolgt die Prüfung Ihrer Erkrankung innerhalb von zwei bis drei Wochen. Zumindest wollen wir Folgendes prüfen können: (a) ophthalmologische Berichte mit detaillierten Ergebnissen der Sehkraftevaluierung; (b) Gesichtsfeldiagramme. Bei besonders schwacher Sehkraft sind diese möglicherweise nicht verfügbar; (c) weitere relevante Berichte und Testergebnisse wie Sehnerv- und Retina-OCTs, Schädel-MRT oder CT-Berichte; (d) eine von Ihnen selbst verfasste narrative Erzählung über Ihre Sehschwierigkeiten.

      Wenn Sie keine Kopien Ihrer Krankengeschichte besitzen, werden wir Kopien bei Ihrem Gesundheitsdienstleister anfordern. Unser Überweisungsformular erhalten Sie von uns auf Anfrage.

      Wenn Sie uns die erforderlichen medizinischen Unterlagen nicht zuschicken können, Sie sich aber trotzdem als geeignet für die Fedorov-Therapie halten, können wir trotzdem helfen. Wir helfen Ihnen dabei, die erforderlichen Evaluierungen, ophthalmologischen Tests und Untersuchungen zusammenzustellen, um feststellen zu können, ob die Therapie die Richtige für Sie ist. Diesen Service stellen wir Ihnen in Rechnung.

      Wir haben festgestellt, dass unsere Leistungen normalerweise nicht von der Versicherung abgedeckt sind. Wir raten Patienten, sich auf die Auslagen für die Behandlung vorzubereiten. Auf Anfrage können wir Ihnen eine Kostenaufstellung für unsere Leistungen, Tests und Therapie geben.

      Steigert die Fedorov-Therapie die Lebensqualität?

      Die Verbesserung der Lebensqualität ist unser Hauptziel. Das erreichen wir durch eine Kombination verschiedener medizinischer Vorgehensweisen wie der Fedorov-Therapie, Sehtrainings und Medikamenten. Bereits zu Beginn der Therapie zur Wiederherstellung der Sehkraft erhalten wir von vielen unserer Patienten eine positive Resonanz. Bedenken Sie, dass eine Verbesserung der Lebensqualität nur erreicht werden kann, wenn der Patient unsere Empfehlungen beachtet. Wenn Sie uns mit der Behandlung betrauen, erhalten sie einen auf Sie persönlich abgestimmten Behandlungsplan. Wenn Sie dann unsere erprobten Richtlinien befolgen, dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Sehkraft in deutlichem Ausmaß wiederhergestellt werden kann.

      Kontaktieren Sie uns noch heute